Marken schaffen Konjunkturen
Markengeleitete Unternehmen, sogenannte "Brand driven companies", erfreuen sich dynamischen Wachstums und satter Renditen. Im folgenden Artikel wird erläutert, wie sich Unternehmen mit langfristig angelegter und integrierter Kommunikation ohne Widersprüche und abrupte Wechsel differenzieren und den Markt "aufrollen" können.
So zum Beispiel die Degussa AG mit ihrem Geschäftsbereich Plexiglas. Mit der Kampagne "It's magic" schaffte es Degussa, trotz scharfen internationalen Wettbewerbs im schwierigen Markt, ein hohes Umsatzwachstum zu generieren und die Branche zu beleben.
"Starke Marken sind nachweislich erfolgreicher als schwache Marken. Dies beleben alle Erfolgsgrößen. Eine starke Marke wirkt positiv auf die abgesetzte Menge und den Preis und kann enorme Impulse im Markt auslösen", so Markenforscher und -berater Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch von der Justus-Liebig-Universität.
Marken als Impulsgeber für Wachstum erkennen mittlerweile auch Branchen, in denen Wettbewerb erst Einzug hält - wie im Gesundheitswesen. Der Klinikbetreiber LBK Hamburg hat als Produkt ein Leistungspaket rund um eine Hüftoperation geschnürt, das als Markenartikel vermarktet werden soll. "Viterga" heißt das Markendach, unter dem weitere Pakete entstehen sollen. "Viterga" steht für "vital" nebst Synergie, Ergonomie, Energie - für LBK-Vorstandssprecher Prof. Heinz Lohmann "der Beginn der Marken-Medizin".
Das Konzept hat BBDO Consulting entwickelt. Für "Viterga", das Markenprodukt zur Hüftoperation, nennt Lohmann als Pluspunkte für Kassen und Patienten unter anderem geringe Wartezeiten, eine "organisierte Reise ohne Brüche" von der Erstambulanz bis zur Rehabilitation sowie die Zehn-Jahres-Garantie.
Bislang sei die Marke nur in puncto Qualität aufgeladen - emotional" folge das noch.
Aus: absatzwirtschaft Sonderausgabe
Autor: Thorsten Garber

